Nachdem ja Lars aus beruflichen Gründen schon am Sonntag zurück nach Deutschland geflogen ist und am Freitag mein letzter Arbeitstag war, hatte ich noch zwei Tage zur freien Verfügung. Gestern habe ich mich mit Tina in der Stadt verabredet. Das war ein Spaß! Erst mal habe ich ja kein Handy, was ziemlich schlecht ist, wenn man sich in so einer großen Stadt nicht auskennt, weder die Sprache spricht, noch irgendetwas lesen kann. Aber es war ja schon mal ein Fortschritt herauszufinden, welche Festnetznummer Lars in der Wohnung hat. Das habe ich mithilfe von Tina geschafft, indem ich sie einfach auf Arbeit angerufen habe und sie mir die Nummer sagte, die bei ihr übertragen wurde.
Also ab ins Abenteuer: Das erste Mal allein Taxi fahren in China, ohne Netz und doppelten Boden. Das heißt ohne Handy *g*. Ja, ich gebe zu, ich hatte einen Spickzettel. Mit einer Art Visitenkarte, auf dem Wal-Mart auch in chinesischen Zeichen stand, stieg ich ins nächste Taxi, ließ mich vom Taxifahrer auslachen (der hat wohl noch nie eine Langnase mit Visitenkarte gesehen) und bin dann an den Ort meines Wunsches gebracht worden. Tina kam kurz nach mir an und dann haben wir das Fashion Lady unsicher gemacht. Dort gibt es alles was Frau liebt und Mann hasst, deswegen geht man dort auch ohne Mann hin *g*. Unmengen von Schmuck, Tüchern, Geldbörsen, Taschen und Gürteln warten auf einen. Auch dort habe ich ein paar schöne Mitbringsel erstanden. Tina hat mit ihren chinesischen Verhandlungskünsten wirklich gute Preise rausgeholt. Jedoch wird es mir schwerfallen zu entscheiden, von welchen dieser Schmuckstücke ich mich trennen kann. Danach haben wir den Abend noch schön im Starbucks ausklingen lassen.
Fashion Lady hat mich so sehr fasziniert, dass ich mich heute dazu entschloss, noch einmal hinzufahren. Schmuck kann man ja nie genug haben. Hat alles sehr gut geklappt, bis ich gegen 17:30 Uhr feststellen musste, dass es unmöglich ist zur Rush Hour bei strömendem Regen ein Taxi zu bekommen. Praktisch, wenn man wenigstens in FlipFlops unterwegs ist. Warm genug ist es ja, trotz Regen. Mir blieb nichts anderes übrig als heimzulaufen. Toll, das ist nun mein Abgang, die wollen mich wohl echt loshaben, dachte ich mir, als ich auch noch ständig von Autos mit Pfützen-Dreck-Pampen-Wasser durchnässt wurde. Die Dusche danach daheim war umso schöner.

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