Donnerstag, 13. September 2007

Je m'appelle Hélène

Kommen wir zu unserer heutigen Lektion: Chinesen und Handys. In deutschen Büros ist es ja eigentlich üblich, dass man das Mobiltelefon lautlos stellt oder zumindest einen dezenten, leisen Klingelton hat, um die Kollegen nicht zu stören. Nicht so in China. Die gehen auch ewig nicht ran. Wahrscheinlich, weil sie ihren Klingelton so lieben. Da plärrt aus der einen Ecke die Melodie von "Für Elise", aus der anderen Ecke dröhnt "How it's got to be" von Jeanette Biedermann rüber und zur Krönung säuselt eine französische Dame "Je m'appelle Hélène". Wenn ich diese Hélène eines Tages treffe, grrrrrrrrrrrrrr... Ich kann es mittlerweile auswendig: "Hélène, je m'appelle Hélène. Je suis une fille comme les autres. Hélène, j'ai mes joies, mes peines. Elles font ma vie comme la vôtre". Auf deutsch heißt das: "Hélène, ich heiße Hélène. Ich bin ein Mädchen wie die anderen. Hélène, ich habe meine Freuden, meine Leiden. Sie machen mein Leben wie eures". Guten Tag, ich heiße Jasmin, und wenn ich das höre, leide ich auch, auf Wiedersehen! Wen es interessiert, kann ja mal danach googlen, das Lied gibt es sicherlich bei Youtube.

Heute wurde ich in den Cash Room bestellt. Dort habe ich mei Lohndüdn erhalten. Der wird hier nämlich immer bar ausgezahlt.

Meine Kollegen haben gestern darauf bestanden mich am Arbeitsplatz zu fotografieren und das Resultat möchte ich euch nicht vorenthalten. Hier seht ihr mich im Labor, wo ich gerade mit dem Multimeter die Spannungsversorgungsplatine eines Antriebs darauf überprüfe, ob ich die ausgetauschten SMD-Widerstände auch ordentlich reingelötet hab. Das sei nur für diejenigen bemerkt, die es genau wissen wollen. Für alle anderen: Kabelprinzessin bei der Arbeit. Ja Doreen, deine Wortkreation gefällt mir, je m'appelle princesse des câbles *g*.