Am Sonntag sind wir nach unserem Kurztrip nach Beijing wieder gut in Nanjing angekommen, obwohl das in der Hauptstadt Richtung Flughafen richtig knapp wurde, weil sich dort ein Stau gebildet hatte. Nachdem wir aber aus dem Taxi raus und wie die Bekloppten durch den Flughafen gerast sind, kamen wir gerade beim Aufruf des Boardings an. Laut Lars also genau richtig - keine Wartezeit!
Eins vorweg - zwei Tage für Peking einzuplanen ist natürlich eindeutig zu wenig. Für einen Spaziergang auf der Mauer hat die Zeit nicht gereicht, aber das war uns schon vorher bewusst. Zudem war ich dankbar, dass ich bei dieser Bullenhitze keinen 4-stündigen Marsch absolvieren musste. Vielleicht holen wir das im Frühjahr mal nach, wenn die Temperaturen erträglicher sind.
Als wir in Peking ankamen, wollte uns erst mal gar kein Taxifahrer mitnehmen, obwohl man von so einem Guard ein Taxi zugewiesen bekommt. Wir hatten zwar die Buchungsbestätigung vom Hotel mit, wo die Adresse auch auf chinesisch draufsteht, aber die haben sich einfach geweigert und so getan, als wüssten sie nicht, wo das ist. Nachdem wir den dritten Fahrer gefragt hatten, wurde es uns zu bunt: Wir sind einfach drinnen sitzen geblieben und Lars hat immer mit unterstützenden Handzeichen "Go, go, go!" gerufen *g*. Zu mir sagte er dann, er wüsste schon warum die nicht wollen, die Strecke ist denen wohl zu kurz. Wegen 20 Minuten Fahrt stellen die sich nicht an den Flughafen. Tja, Pech gehabt, den letzten beißen die Hunde, oder die Langnasen...
Eins vorweg - zwei Tage für Peking einzuplanen ist natürlich eindeutig zu wenig. Für einen Spaziergang auf der Mauer hat die Zeit nicht gereicht, aber das war uns schon vorher bewusst. Zudem war ich dankbar, dass ich bei dieser Bullenhitze keinen 4-stündigen Marsch absolvieren musste. Vielleicht holen wir das im Frühjahr mal nach, wenn die Temperaturen erträglicher sind.
Als wir in Peking ankamen, wollte uns erst mal gar kein Taxifahrer mitnehmen, obwohl man von so einem Guard ein Taxi zugewiesen bekommt. Wir hatten zwar die Buchungsbestätigung vom Hotel mit, wo die Adresse auch auf chinesisch draufsteht, aber die haben sich einfach geweigert und so getan, als wüssten sie nicht, wo das ist. Nachdem wir den dritten Fahrer gefragt hatten, wurde es uns zu bunt: Wir sind einfach drinnen sitzen geblieben und Lars hat immer mit unterstützenden Handzeichen "Go, go, go!" gerufen *g*. Zu mir sagte er dann, er wüsste schon warum die nicht wollen, die Strecke ist denen wohl zu kurz. Wegen 20 Minuten Fahrt stellen die sich nicht an den Flughafen. Tja, Pech gehabt, den letzten beißen die Hunde, oder die Langnasen...
Nachdem wir also alles im Hotel geregelt hatten, ging es auf zum Sightseeing in die Verbotene Stadt!
Der Kaiserpalast oder Gugong ist unter seinem inoffiziellen Namen "Verbotene Stadt" weit bekannter und weist mit diesem Titel auf seine einstige Exklusivität hin. Während seiner 500 Jahre langen Geschichte, in der er 24 Kaisern der Ming- und Qing-Dynastien als Herrschaftssitz diente, war es gewöhnlichen Chinesen verboten, auch nur in die Nähe der Palastmauern zu kommen. Der Weg vom Tian'anmen (Tor des Himmlischen Friedens) zum eigentlichen Palasteingang ist relativ weit. Man folgt einfach den Souvenirständen, bis es nicht mehr weitergeht. Am Haupttor haben wir uns einen Audioführer geliehen und uns wie eine Brotschi umgehängt. Das Männchen in dem Gerät wusste immer genau, wo wir gerade sind und hat uns entsprechend mit Informationen versorgt.
Man besichtigt ettliche Paläste und Nebenpaläste, unter anderen die der Nebenfrauen und Konkubinen. Die Hauptgebäude waren leider nicht zur Besichtigung geöffnet, da diese für Olympia 2008 fleißig renoviert werden. Hier ein Bild vor der Halle der Harmonie der Mitte. Ich liebe ja diese klangvollen Bezeichnungen.
Man ist gut 2 bis 3 Stunden beschäftigt, bis man alles abgelaufen hat. Wenn man das bei knallender Sonne macht, sieht das etwa so aus. Ich möchte nicht wissen, wie es im Juli, dem heißesten Monat des Jahres, ist.Überall wird halbgefrorenes Wasser verkauft, was mir sowohl zur inneren als auch zur äußeren Abkühlung diente. Ist zwar nicht gesund, bei dieser Hitze so kaltes Wasser zu trinken, aber es tat soooo gut.
Manch kleinen Chinesen schafft das auch schon mal so sehr, dass er ein kleines Ründchen schlafen muss. Und hiermit kommen wir zum Fundstück dieser Woche. Für meine Chinaexperten in Wünschendorf und München ist das natürlich ein bekannter Anblick, aber allen anderen kann ich jetzt bestimmt ein "Ooh" entlocken. Nein, die Hose ist nicht kaputt. Was ihr hier seht, sind die in China bekannten Schnellscheißer- oder Schnellfeuerhosen. So kann man Windeln sparen.
Für die viele Lauferei haben wir uns nicht mit einem Schläfchen, sondern mit einem gescheiten Eiskaffee beim Starbucks in der Lotus Lane belohnt. Mitten in der Stadt, beim Vorderen See (Quianhai), findet man ein kleines Idyll zum erholen - jedenfalls für chinesische Verhältnisse.Als Abendprogramm, hatte ich mir überlegt, würde ich gern mal Pekingente essen. Viele von euch haben mich ja schon gefragt, ob man denn da das gleiche bekommt, wie in Deutschland beim Chinesen. Nun, darauf kann ich mit einem klaren nein antworten.
Das Restaurant Beijing Da Dong Roast Duck wurde von unserem Baedeker-China-Reiseführer in der Preisklasse "erschwinglich" empfohlen, mit dem Zusatz unbedingt zeitig reservieren, da es zu den besten Pekingentenrestaurants gehöre.
Als wir ankamen, dämmerte es Lars dann irgendwie auch. Hier hatte er schon mal mit seinen pekinger Kollegen gegessen und es ist tatsächlich spitze, meinte er. Nicht für umsonst haben wir wie auf dem Amt eine Nummer gezogen und letztendlich etwas weniger als die prognostizierte halbe Stunde im Foyer gewartet, wo wir mit Wein und alkoholfreien Getränken gratiiiis versorgt wurden.
Für den ausländischen Gast ist die Karte wunderbar aufgebaut gewesen. Jedes Gericht war auch auf englisch und vorallem mit Foto verzeichnet. Aber ich hatte ja meinen Larsus Lukullus dabei, der genau wusste, was besonders köstlich ist. Ich habe ihm bei der Bestellung freie Hand gelassen. Nur auf die Lotuswurzeln in Knoblauchcreme habe ich bestanden, ich bin hier Lotuswurzel-Fan geworden. Ich muss unbedingt herausfinden, wo man die in Deutschland bekommt und wie man sie zubereitet.
Die obligatorische Pekingente wird direkt vor den Augen des Gastes vom Koch geschnitten und anschließend serviert. Typischerweise ist nicht viel Fleisch dran, die knusprige Haut ist das Besondere. Traditionell beginnt man damit die Ente in einer der Soßen, oder gar nur in Zucker zu wenden. Die Soße verteilt man dann mit Hilfe des Fleisches auf einem Teigfladen, gibt nach belieben Knoblauch, Zwiebel und anderes feingeschnittenes Gemüse dazu und schlägt dann alles, wenn man dazu fähig ist mit den Stäbchen, darin ein und isst es anschließend mit den Händen.
Hmm, deliziös - ein Gaumenschmaus. My highlight of Beijing - The Roast Duck! Auch die übrigen Speisen hatten kulinarsiche Klasse. Jedem, der nach Peking kommt würde ich dieses Restaurant empfehlen.Was ich jedoch anmerken muss: Ein Wink mit dem Zaunsfeld war dann die Platte mit frischem Obst, die aufs Haus ging und serviert wurde, bevor wir mit dem Hauptgang fertig waren. Draußen warteten ja noch andere mit ihrem Nümmerchen, die auch in den Genuss kommen wollten. Was das angeht, verstehen die schon ihr Geschäft.
Als wir dann mit einem kleinen Abstecher über den Paulaner Biergarten (ja ja, schon wieder) ins Hotel rollten, und uns einig waren, wie toll die duck war, mussten wir mit Schrecken feststellen, dass wir in grauenvolles denglisch, also in eine Mischung aus deutsch und englisch, abrutschten. Wirklich schlimm, wenn man den ganzen Tag nur englisch spricht, fällt einem manchmal tatsächlich nicht mehr das deutsche Äquivalent ein.
Nachdem wir erst 9:50 Uhr zu unserem Sonntagsfrühstück aufschlugen, wurde uns im Hotel erst mal klargemacht, dass sie für uns keine Ausnahme machen würden und alles pünktlich 10 Uhr abgeräumt wird. Das bedeutete also jetzt schnell Essen fassen und alles, was annähernd einem europäischen Frühstück glich, einsammeln. Chinesen essen nämlich drei Mal täglich warm und das Frühstück ist sowohl für unsere Augen als auch für unseren Geschmack ziemlich ungewohnt. Bei unserer "Jagd" waren wir dennoch so erfolgreich, dass wir gut gestärkt zum Himmelstempel (Tian Tan) aufbrachen.
Die weitläufige Anlage besitzt wieder viele verschiedene Nebentempel. Die größte, älteste, kultisch bedeutendste und architektonisch vollkommenste der kaiserlichen Kultstätten ist symboldurchdrungen wie wenige andere Bauwerke. Der Kaiser opferte auf der offenen Terrasse dem Himmel und dessen Erscheinungen (Gestirne, Wetter) im Rahmen eines mehrstündigen, von Musik begleiteten Rituals in der längsten Nacht des Jahres, und im Frühjahr bat er in der nördlichen Tempelhalle (deretwegen man die Anlage auch "Himmelstempel" nennt) um das rechte Wetter für eine gute Ernte. Zu sehen ist Lars vor der Halle des Erntegebets, mit ihrem blau gedeckten, dreifach gestuften Dach.Abgeschlossen haben wir unser Wochenende in Peking mit einem Besuch auf dem Perlenmarkt. Ein Traum für die Frau. Dort wird Schmuck aus echten Süßwasserperlen verkauft. Sie unterscheiden sich von Salzwasserperlen durch ihre größere Vielfalt an Farben und Formen: Was bei der Salzwasserperle hässlich ist, nämlich unrunde, kartoffelförmige Exemplare, macht bei den Süßwasserschwestern gerade den Reiz aus. Außerdem sind sie deutlich billiger. Ohne Handeln wird man jedoch richtig über den Tisch gezogen. Das Endziel sollte ca. 1/3 des Startpreises sein. Daher muss man ziemlich weit unten beginnen und die Mädchen schauen einen ungläubig an: "You mean Dollar?", Lars: "I mean YOUR money!" Auf diese Weise haben wir ein paar schöne Schmuckstücke erstanden.
Dann war auch schon die Zeit rum und wir mussten zurück zum Flughafen. Ein schönes Wochenende mit tollem Wetter und eindrucksvollen Erlebnissen lag hinter uns. Wir kommen bestimmt wieder. Bye-bye Beijing!

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