Endlich finde ich mal wieder Zeit, mein Blog zu aktualisieren, da heute der erste Abend ist, an dem ich "frei" habe.Am Sonntag haben wir trotz des schlechten Wetters noch einen kleinen Ausflug zum "Fuzi Miao" - dem Konfuziustempel - gemacht. So nennt sich das ganze quirlige Shopping- und Restaurantviertel im Zentrum der Südstadt. Mitten im Trubel steht der 1034 erstmals errichtete Konfuziustempel. Früher baten hier junge Gelehrte vor den entscheidenden Beamtenprüfungen um himmlischen Beistand.
Nachdem wir den sintflutartigen Regen vorüberziehen ließen, fuhren wir mit dem Taxi (kostet hier so gut wie nix, umgerechnet etwas zwischen 1 € und 4 €, je nach Distanz und Tageszeit) zur 1,5 km langen, zweigeschossigen Yangzi-Brücke, die noch heute alle Chinesen mit Stolz erfüllt, denn sie entstand aus eigener Kraft, nachdem die Russen 1960 ihre Berater und Gerätschaften abgezogen hatten. Vor dem Bau der Brücke dauerte es anderthalb Stunden, um Züge und Straßenfahrzeuge mit Fähren über den Fluss zu bringen. Seit Montag arbeite ich nun schon bei SNC (Siemens Numerical Control). Ich darf das Team der Hardware-Entwicklung unterstützen und bin nur eine Etage tiefer als Lars. Ab und zu kommt er sogar vorbei und diskutiert mit meinen Kollegen, da diese auch für sein Projekt mit eingesetzt sind, ich aber natürlich nicht. Ist irgendwie seltsam das so zu beobachten. Da lerne ich Lars aus einem ganz anderen Blickwinkel kennen ;-)
Das Werk ist sehr modern, allerdings darf man bei vielen Dingen nicht so genau hinschauen. Handwerkliche Tätigkeiten werden hier nicht unbedingt akkurat ausgeführt. Der Boden ist uneben, bei Metallen sieht man schon den Rost durchkommen und das "Push"- Schild an der Tür ist verkehrtherum angebracht *g*.
Die Einstellung der Klimaanlage kennt auch nur zwei Zustände, entweder aus oder an, obwohl man auch eine gemäßigte Temperatur einstellen könnte. Aber die Chinesen schockfrosten mich täglich. Daher habe ich auch immer einen langärmeligen Pullover dabei.
Lieber Kai, nun zu einem deiner Lieblingsthemen: das Kuddeln *g*. Die meisten meiner jüngeren Kollegen rotzen Gott sei Dank nicht umher. Und sollte es sich einer mal nicht verkneifen können, kann ich auch ohne Probleme darüber hinwegsehen. Doch einer hat mich gestern schon an meine Schmerzensgrenze gebracht. Also wenn der schon so 9 bis 10 Mal versucht den Spaß aus allen möglichen Nasen- und Rachengängen hochzuholen, so von gaaaaaaanz tief unten, und ich am anderen Ende des Büros das Bedürfnis habe da mal nachzuhelfen, nur damit es aufhört, dann ist es zu viel!
Und jetzt eine ganz krasse Überleitung:
Die Busfahrt zum und vom Arbeitsplatz sowie das Mittagessen wird übrigens für alle Mitarbeiter von der Firma bezahlt *g*.
Als wir am Montag nach der Arbeit aus dem Bus ausgestiegen sind, trafen wir zufällig Sandra und Tina, die auf dem Weg zu einem chinesischen Restaurant waren. Die beiden schwärmten uns von dem leckeren Hühnchen süß-sauer vor und so entschlossen wir uns spontan mitzugehen. War ein sehr lustiger Abend und das Essen war auch sehr gut, mehr so in die Richtung europäisches chinesisch, so dass sogar Lars ganz zufrieden war :-)
Gestern waren wir mit Kollegen von Lars mal „richtig“ chinesisch, im Szechuan-Style, essen. Das Restaurant war zwar mehr eine Absteige und Lars sollte bei der Frage nach den Toiletten dem Geruch folgen, aber die Speisen waren wirklich köstlich. Lars durfte uns den noch lebenden Fisch aussuchen, was er auch sichtlich genoss *haha*. Die Frösche hüpften daneben auch noch fröhlich umher und das wollten wir auch nicht ändern *g*.
Es begann mit einer riiiiiiiiesigen Schüssel voller scharf gewürztem Geflügel, gemischt mit Chilischoten. Das Geflügel stibitzte man sich dann mit den Stäbchen heraus, das fand ich witzig. Danach kamen noch verschiedene exotische Sachen, wie Lotuswurzeln in Orangensauce, einfach traumhaft. Übrigens hab ich festgestellt, dass ich auch Erdnüsse mit Stäbchen essen kann, muss wohl ein Naturtalent sein *g*.
Der Fisch erinnerte von der Zubereitung her an Karpfen blau, aber war nicht so säuerlich. Auch da war wieder der scharfe Szechuan-Pfeffer dran, was mir heute zum Verhängnis werden sollte.
Ich kämpfe schon den ganzen Tag mit Bauchkrämpfen. Als ich mich zum Mittag mit einem Schälchen Reis begnügte, fragte mich Nader (er hatte uns in das Restaurant eingeladen), ob mir wohl das Essen nicht bekommen sei. Als ich dies bejahte, meinte er, dass das eindeutig an der Szechuan-Küche läge, da das europäische Verdauungssystem den Pfeffer nicht verträgt, und das jedem beim ersten Mal so geht, aber man würde sich wohl daran gewöhnen. Ok, vielen Dank für das Gespräch… *gequält lächel*
Zum Abschluss gab es so eine süße Reissuppe, geschmacklich ähnlich wie Milchreis, die Suppe aber mehr wie Sud, mit so schleimigen, weißen Bällchen. Ich brauchte Lars nur beobachten und wusste alles *lol*. Mir hat’s aber geschmeckt, man muss ja auch mal was anderes ausprobieren.
Das waren nun meine kulinarischen China-Abenteuer!
Das Werk ist sehr modern, allerdings darf man bei vielen Dingen nicht so genau hinschauen. Handwerkliche Tätigkeiten werden hier nicht unbedingt akkurat ausgeführt. Der Boden ist uneben, bei Metallen sieht man schon den Rost durchkommen und das "Push"- Schild an der Tür ist verkehrtherum angebracht *g*.
Die Einstellung der Klimaanlage kennt auch nur zwei Zustände, entweder aus oder an, obwohl man auch eine gemäßigte Temperatur einstellen könnte. Aber die Chinesen schockfrosten mich täglich. Daher habe ich auch immer einen langärmeligen Pullover dabei.
Lieber Kai, nun zu einem deiner Lieblingsthemen: das Kuddeln *g*. Die meisten meiner jüngeren Kollegen rotzen Gott sei Dank nicht umher. Und sollte es sich einer mal nicht verkneifen können, kann ich auch ohne Probleme darüber hinwegsehen. Doch einer hat mich gestern schon an meine Schmerzensgrenze gebracht. Also wenn der schon so 9 bis 10 Mal versucht den Spaß aus allen möglichen Nasen- und Rachengängen hochzuholen, so von gaaaaaaanz tief unten, und ich am anderen Ende des Büros das Bedürfnis habe da mal nachzuhelfen, nur damit es aufhört, dann ist es zu viel!
Und jetzt eine ganz krasse Überleitung:
Die Busfahrt zum und vom Arbeitsplatz sowie das Mittagessen wird übrigens für alle Mitarbeiter von der Firma bezahlt *g*.
Als wir am Montag nach der Arbeit aus dem Bus ausgestiegen sind, trafen wir zufällig Sandra und Tina, die auf dem Weg zu einem chinesischen Restaurant waren. Die beiden schwärmten uns von dem leckeren Hühnchen süß-sauer vor und so entschlossen wir uns spontan mitzugehen. War ein sehr lustiger Abend und das Essen war auch sehr gut, mehr so in die Richtung europäisches chinesisch, so dass sogar Lars ganz zufrieden war :-)
Gestern waren wir mit Kollegen von Lars mal „richtig“ chinesisch, im Szechuan-Style, essen. Das Restaurant war zwar mehr eine Absteige und Lars sollte bei der Frage nach den Toiletten dem Geruch folgen, aber die Speisen waren wirklich köstlich. Lars durfte uns den noch lebenden Fisch aussuchen, was er auch sichtlich genoss *haha*. Die Frösche hüpften daneben auch noch fröhlich umher und das wollten wir auch nicht ändern *g*.
Es begann mit einer riiiiiiiiesigen Schüssel voller scharf gewürztem Geflügel, gemischt mit Chilischoten. Das Geflügel stibitzte man sich dann mit den Stäbchen heraus, das fand ich witzig. Danach kamen noch verschiedene exotische Sachen, wie Lotuswurzeln in Orangensauce, einfach traumhaft. Übrigens hab ich festgestellt, dass ich auch Erdnüsse mit Stäbchen essen kann, muss wohl ein Naturtalent sein *g*.
Der Fisch erinnerte von der Zubereitung her an Karpfen blau, aber war nicht so säuerlich. Auch da war wieder der scharfe Szechuan-Pfeffer dran, was mir heute zum Verhängnis werden sollte.
Ich kämpfe schon den ganzen Tag mit Bauchkrämpfen. Als ich mich zum Mittag mit einem Schälchen Reis begnügte, fragte mich Nader (er hatte uns in das Restaurant eingeladen), ob mir wohl das Essen nicht bekommen sei. Als ich dies bejahte, meinte er, dass das eindeutig an der Szechuan-Küche läge, da das europäische Verdauungssystem den Pfeffer nicht verträgt, und das jedem beim ersten Mal so geht, aber man würde sich wohl daran gewöhnen. Ok, vielen Dank für das Gespräch… *gequält lächel*
Zum Abschluss gab es so eine süße Reissuppe, geschmacklich ähnlich wie Milchreis, die Suppe aber mehr wie Sud, mit so schleimigen, weißen Bällchen. Ich brauchte Lars nur beobachten und wusste alles *lol*. Mir hat’s aber geschmeckt, man muss ja auch mal was anderes ausprobieren.
Das waren nun meine kulinarischen China-Abenteuer!

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen